Der Nachname Samweber ist eine seltene deutsche Berufsbezeichnung (Berufsname) und bedeutet wörtlich „Samtweber“ bzw. „Weber von Samt/Sammet“.
Er leitet sich ab von mittelhochdeutsch samīt / samat = „Samt“ (ein kostbarer, gewebter Stoff) + wëber / weber = „Weber“. Der Name bezeichnete ursprünglich jemanden, der Samtstoffe herstellte oder mit Samt handelte.
Er gehört damit in die große Gruppe der Weber-Nachnamen (z. B. Sammet, Samtweber, Saumweber, Sameth), die regional unterschiedlich verkürzt oder umgelautet wurden. Solche Berufsnamen entstanden hauptsächlich zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert, als Familiennamen in Mitteleuropa erblich wurden.
Der Name kommt vor allem im südöstlichen deutschsprachigen Raum vor:
In Deutschland ist er sehr selten (Rang etwa 100.000–110.000 laut Digitalem Familiennamenwörterbuch).
Eine exakte erste urkundliche Erwähnung von „Samweber“ ist in öffentlich zugänglichen Quellen nicht präzise dokumentiert – typisch für seltene Namen.
Die Wortkombination „Samt + Weber“ ist jedoch bereits im Spätmittelalter (14.–15. Jahrhundert) als Berufsbezeichnung nachweisbar, da Samtweberei in Mitteleuropa (Süddeutschland, Böhmen, Österreich) seit dem Hochmittelalter existierte.
Die ältesten Familiennamen-Belege für Varianten wie Samtweber / Saumweber / Samweber stammen meist aus dem 16.–17. Jahrhundert (Kirchenbücher, Steuerlisten, Tauf- und Heiratsregister in Bayern/Franken). Frühere Schreibungen erscheinen oft noch getrennt („der Samtweber“, „Hanns Sametweber“) und verschmolzen erst später zu einem festen Familiennamen.
Samweber ist ein historischer Berufsname für einen Samtweber, entstanden im süddeutschen Raum (Bayern/Franken) vermutlich ab dem 15.–16. Jahrhundert als erblicher Familienname, mit Wurzeln im mittelalterlichen Textilhandwerk.